
Eigentlich wollte ich auf dieser Messe gar nicht über KI reden…
28 mei 2026, PaulDer Automotive Dealer Day in Verona ist vorbei. Ich sitze im Flugzeug, wieder auf dem Weg nach Hause. Und so, wie es jetzt aussieht, stehen vorerst keine Reisen mehr an. Zum Glück mal für eine Weile. Auch wenn ich ein privilegierter Mensch bin, dass ich so viel von der Welt sehen darf durch die Präsentationen, die ich über meine Leidenschaft halten darf: “die Online-Automobilbranche besser machen”.
Auf der Messe selbst bin ich natürlich alle Stände abgegangen, die auch nur ein bisschen Verbindung zu dieser Online-Automobilbranche hatten. Und das waren nicht viele… Wie in meinem früheren Artikel bei BKAN gesagt, waren es vor allem die chinesischen (neuen) Automarken, die um die Aufmerksamkeit vorwiegend italienischer Händler kämpften.
Aber gut, es gab durchaus noch einige. Und ehrlich ist ehrlich: Walcu war by far der spannendste. Natürlich haben wir bei #DCDW eine Vergangenheit mit ihnen als Reseller, etwas, das Arnout van Rozen nun mit voller Hingabe macht. Und der Kontakt mit David Pilo ist immer ein Vergnügen.

Aber was er gezeigt hat, hat mich vergangene Nacht buchstäblich wachgehalten. Nun weiß ich zwar, dass wir beim Experience Store Doesburg, wo wir Walcu jeden Tag nutzen, KI einsetzen können. Das mache ich bereits mit Autochat / Novaco, Calldrip und Walcu, aber auch Walcu selbst bietet hierin mehrere Möglichkeiten. Zum Beispiel: Wenn uns jemand am Sonntag über Marktplaats anruft, dann nimmt der virtuelle Voice-Assistant ab, der in unserem Namen den Anruf entgegennimmt. Einfach über eine API-Verbindung mit ChatGPT erstellt, mit unserem eigenen Prompt.
Auch gibt die KI innerhalb von Walcu Vorschläge, welche Leads nachverfolgt werden sollten, inklusive einer Beispielantwort. Alles, um den Verkäufer zu unterstützen und als digitaler Verkaufsassistent oder vielleicht sogar Manager zu agieren. Das darfst du selbst ausfüllen…
KI innerhalb von Walcu
Aber das neueste Update war wirklich cool. Während einer Präsentation demonstrierte David den neuen KI-Assistenten. Nun kennen wir das selbst auch schon, zum Beispiel mit unserem erfolgreichen Marktplaats Assistent Alice, aber dieser geht noch ein paar Schritte weiter.
Der Lead kommt zu Auto X herein. Der virtuelle Assistent greift ihn in den Abendstunden über WhatsApp und E-Mail auf. Der Kunde reagiert auf WhatsApp und fragt nach der Verfügbarkeit. Der Assistent antwortet, dass das Auto auf Lager ist, und fragt danach direkt nach einem Termin. Soweit nichts Besonderes… aber dann kommt der Kunde natürlich mit der Frage: “Was ist mein Auto wert? Ich komme von seeeehr weit weg, also möchte ich, bevor ich einen Termin mache, gerne wissen, was es wert ist.”

Der Assistent greift dies auf und antwortet, dass dies möglich ist, dass dafür aber mehr Informationen nötig sind: Kennzeichen, Kilometerstand, Fotos, et cetera. Auch diesen Prozess erledigen inzwischen mehrere Assistenten. Aber sobald alle Informationen da sind, kommt das Schöne: Die Anbindung an zum Beispiel Autotelex gibt dem Assistenten direkt eine Indikation. Und da im Prompt steht, dass der Assistent OHNE Genehmigung KEIN Gebot abgeben darf, ruft die KI — sozusagen dein digitaler Verkäufer — anschließend den Manager an.
Die KI ruft also raus, gibt die Informationen durch, teilt den Autotelex-Wert mit und bittet um Erlaubnis für ein Gebot. Der Manager gibt anschließend den Preis an, den er oder sie bieten möchte, und der Assistent übernimmt diesen Betrag als die neue Wahrheit.
Danach sendet WhatsApp automatisch eine Nachricht an den Kunden und bestätigt das Gebot in einer schönen, kommerziellen geschäftlichen E-Mail, in der steht, wie dieses Gebot zustande gekommen ist. Anschließend fragt der Assistent erneut nach dem Termin. Wird dieser Termin gemacht, zum Beispiel an einem Freitag, dann trägt der Assistent ihn selbst in den Kalender von Walcu ein, sendet Bestätigungen über WhatsApp, E-Mail und als Aufgabe an sowohl Verkäufer als auch Kunden. Er kann den Kunden sogar am Tag selbst anrufen, um den Termin zu bestätigen.
Es ist schon da, oder doch nicht?
Das Schöne ist: Alles, was oben steht, ist jetzt schon möglich. Aber nicht innerhalb eines einzigen Leadmanagementsystems ohne allerlei andere Anbieter. Bei Walcu CRM ist das alles integraler Bestandteil des Systems. Denn wie David zu Recht sagt: Wem gehört die KI eigentlich? Nicht den Anbietern. Jeder nutzt die Schnittstellen der echten KI-Unternehmen. Und das ist überhaupt nicht schlimm, solange man ein Ökosystem darum herum baut. So wie es zum Beispiel auch Novaco macht, das wirklich noch ein paar Schritte weitergeht, um das Ganze gut zu integrieren.
Also ja… eigentlich wollte ich heute gar nicht über KI reden. Denn manchmal denke ich schon, dass wir so tun, als würde KI jedes Problem lösen. Aber Walcu CRM, mit all den neuen Möglichkeiten, kommt dem doch schon ziemlich nahe.
Und jetzt ab ins Flugzeug!




